Hoeneß stänkert gegen Berater

2021-01-2208:19

Uli Hoeneß hat seinen Unmut gegenüber dem Berufsstand der Berater erneut kundgetan.

Im Buch "Für die Helden von morgen" des ehemaligen Skifahrers Felix Neureuther prangerte der Ehrenpräsident des FC Bayern die Entwicklung von Vertragsverhandlungen sowie die Rolle von Beratern an - und nahm dabei auch die Spieler in die Pflicht.

Hoeneß fordert: Spieler sollen bei Verhandlungen dabei sein

"Heute gibt es kaum mehr einen Spieler, der selbst verhandelt, der bei diesen Gesprächen überhaupt dabei ist. Es wäre doch angebracht, wenn auch die Spieler dabei sind. Damit sie selbst merken, was läuft", so Hoeneß, der als Profi noch selbst am Verhandlungstisch saß.

"Als Paul Breitner und ich damals unsere Verträge verhandelt haben, da sind wir selbst am Tisch gesessen, da war kein anderer für uns dabei. Da haben wir uns gefetzt, aber wir haben uns das alles selbst ausgemacht."

Dass Hoeneß Beratern gegenüber nicht gut zu sprechen ist, ist spätestens seit seinem Auftritt im CHECK24 Doppelpass am 13. September 2020 kein Geheimnis mehr. Damals bezeichnete er den Berater von David Alaba, Pini Zahavi, als "geldgierigen Piranha".

In Neureuthers Buch geht der 69-Jährige sogar noch einen Schritt weiter. Hoeneß beschuldigt die Berater, immer wieder im eigenen Interesse, statt in dem ihres Klienten zu handeln. 

"Ich sehe das Problem bei den heutigen Spielern vor allem darin, dass sie durch ihre Berater ein bisschen und immer mehr fremdgesteuert werden. Die Berater haben leider nicht immer den Vorteil der Spieler im Auge, sondern viel mehr den eigenen."

Mega-Serie reißt: Legende zerpflückt Klopps Liverpool

2021-01-2208:16

Teammanager Jürgen Klopp hat mit dem Titelverteidiger FC Liverpool in der Premier League einen erneuten Rückschlag hinnehmen müssen und erstmals nach 68 (!) Heimspielen wieder im eigenen Stadion verloren.

Die Reds unterlagen an der Anfield Road überraschend dem FC Burnley 0:1 (0:0) und drohen damit den Anschluss an das Spitzentrio zu verlieren. Die letzte Heimniederlage hatte Liverpool vor drei Jahren und 273 Tagen im April 2017 beim 1:2 gegen Crystal Palace kassiert.

Das Klopp-Team wartet nun bereits seit fünf Ligaspielen auf einen Sieg. 

Klopp: "Eigentlich unmöglich, zu verlieren"

"Das ist ein harter Schlag ins Gesicht", sagte Klopp nach der Pleite. "Wir hatten viel Ballbesitz, haben einiges kreiert, aber die Angriffe nicht zu Ende gespielt."

Der deutsche Trainer gab zu, dass eine Heimpleite gegen den Abstiegskandidaten nicht auf seinem Zettel stand. "Wir haben ein Spiel verloren, von dem ich denke, dass es eigentlich unmöglich ist, es zu verlieren. Aber wir haben es geschafft."

Klopp hatte in der Startelf etwas überraschend auf Mohamed Salah und Roberto Firmino verzichtet. Zudem musste Kapitän Jordan Henderson kurzfristig mit Wadenproblemen passen. 

"Es ist immer mein Fehler, wenn Dinge nicht funktionieren. Wenn alles gut läuft, liegt es an den Spielern. Wenn wir unseren Gegner nicht schlagen, liegt es an mit. Das ist bei allen Trainer das gleiche."

Liverpool-Legende Jamie Carragher traute seinen Augen kaum. "Sie waren einfach unglaublich schwach. Man kann fast nicht glauben, was mit Liverpool in den letzten Wochen passiert ist", sagte der langjährige Abwehrspieler. "Es sieht so aus, als hätten sie jeglichen Glauben und jegliches Selbstvertrauen verloren. Ich kann mich nicht erinnern, dass diese Mannschaft jemals so viele Spieler hatte, die gleichzeitig außer Form waren.

Der heutige TV-Experte sieht nun Klopp in der Pflicht. "Es ist sein Job, dass jetzt zu lösen. Ob es die Formation ist, das Personal oder sonstwas. Es gibt viele Teams, die um den Einzug in die Top Vier kämpfen und sie müssen zwingend aus ihrem Loch kommen", sagte Carragher. 

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Elfmeter bricht Liverpool das Genick

Mit 34 Punkten liegt Liverpool hinter Spitzenreiter Manchester United (40), Manchester City (38) und Leicester City (38) auf Platz vier. Die Citizens mit Teammanager Pep Guardiola haben allerdings ein Spiel weniger als die Konkurrenten absolviert.

Ashley Barnes traf für die Gäste, die auf Platz 16 liegen, in der Schlussphase per Foulelfmeter (83.). Damit blieb Liverpool zudem zum vierten Mal in der Liga in Serie ohne eigenes Tor.

Am vergangenen Sonntag hatten sich die Reds im Spitzenspiel 0:0 von Manchester United getrennt. Davor gab es ein 0:1 beim FC Southampton und ein 0:0 bei Newcastle United.

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)

Streif-Dreierpack mit zwei Abfahrten in Kitzbühel

2021-01-2207:35

Das Spektakel auf der Streif verspricht in diesem Jahr noch größer zu werden. Beim legendären Ski-Weltcup in Kitzbühel stehen 2021 sogar drei Rennen an.

Zwar können wegen der Corona-Pandemie nicht wie gewohnt zehntausende Zuschauer im Zielbereich stehen, das tut dem sportlichen Wert jedoch keinen Abbruch.

Hahnenkamm-Rennen: Der Mythos Steif

Die Streif, das sind 3312 Meter in Schnee und Eis gehauener Irrsinn, das ist eine Piste als Frontalangriff auf die Gesundheit, ein gnadenloser Henker für Karrieren. Mit 50 Prozent Gefälle ist es der steilste Start im Weltcup. Mausefalle, Karussellkurve, Steilhang, Seidlalmsprung, Hausbergkante, Traverse - die Namen der schwierigsten Streckenabschnitte sind Musik in den Ohren der Fans.

Da am vergangenen Wochenende in Wengen keine Rennen stattfinden konnten, wurde die ausgefallene Abfahrt nach Tirol verlegt. Somit wird am Freitag die Ersatzabfahrt ausgetragen.

Am Samstag steht dann der eigentliche Klassiker auf der Streif an. Das Wochenende wird mit dem Super-G am Sonntag abgerundet. Der Slalom war bereits am vergangenen Wochenende in Flachau ausgefahren worden. (Ski alpin: Alle Rennen im LIVETICKER)

Kitzbühel 2021: Kilde fehlt nach Kreuzbandriss

Mit Alexander Aamodt Kilde kann einer der Top-Favoriten nicht dabei sein. Der Norweger, Sieger des Gesamtweltcups in der vergangenen Saison, hatte sich im Training einen Kreuzbandriss zugezogen und fällt für die restliche Saison aus.

Zu den aussichtsreichsten Anwärtern auf die Podiumsplätze zählen der dreifache Sieger Dominik Paris, Vorjahres-Champion Matthias Mayer, Ryan Cochran-Siegle, der im ersten Training die beste Zeit fuhr, Kjetil Jansrud, Vincent Kriechmayer und Beat Feuz.

Aus deutscher Sicht sind Andreas Sander, Romed Baumann, Dominik Schwaiger, Josef Ferstl, Manuel Schmid und Simon Jocher am Start. Das Sextett hofft auf einen Außenseiter-Coup, der in Kitzbühel vor allem im Super-G immer wieder möglich ist. (Ski alpin: Rennkalender der Saison 2020/21)

Das Programm in Kitzbühel im Überblick:

Freitag, 11.30 Uhr: Abfahrt
Samstag, 11.30 Uhr: Abfahrt
Sonntag, 10.20 Uhr: Super-G

So können Sie die Rennen auf der Streif in Kitzbühel LIVE verfolgen:

TV:ZDF, Eurosport
Stream:zdf.de, Eurosport Player
Ticker:Alle Rennen im Ski alpin im Liveticker auf SPORT1.de und in der SPORT1 App

Schlimme Stürze: Auf der Streif zerbrachen auch Legenden

2021-01-2207:34

Die letzte Linkskurve vor der Traverse, dann noch einmal rechts in den Zielhang und mit über 120 km/h über den Zielsprung. Wer es ohne Sturz bis nach unten schafft, wird von den über 40.000 Zuschauern als Held gefeiert - zumindest wenn nicht gerade Corona das Leben bestimmt wie 2021.

Die Rede ist von der berühmt-berüchtigten Streif, der schwersten Abfahrt der Welt. Thomas Dreßen hat es 2018 unbeschadet nach unten geschafft - aber nicht nur das. Der Deutsche hat auf der Streif sensationell gewonnen und für den größten Triumph seiner Karriere gesorgt. Wem ein Sieg gelingt, dessen Name wird an die Gondel des Skigebietes gemalt.

Seinen Mega-Coup kann der Mann aus Garmisch-Partenkirchen am Wochenende jedoch nicht wiederholen, da er verletzungsbedingt passen muss. (Ski Alpin: Abfahrt der Herren, ab 11.30 Uhr im SPORT1-Liveticker).

Doch zwischen Podest und Akia liegt in Kitzbühel ein schmaler Grat. Man muss von der ersten bis zur letzten Fahrsekunde aufmerksam sein, sonst bleibt einem der Weg ins Krankenhaus nicht erspart.

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SPORT1 schildert die heftigsten Unfälle auf der legendären Rennstrecke:

Klaus Gattermann, 1985:

Vor mehr als 30 Jahren sind die Rennfahrer kaum langsamer unterwegs als heute. Das bekommt der deutsche Skirennfahrer Klaus Gattermann zu spüren, der durch einen Schlag an der Hausbergkante die Kontrolle verliert und bis zum Fangzaun rutscht. Helfer sind sofort zur Stelle. Die Diagnose: Nasenbeinbruch und eine schwere Gehirnerschütterung.

Todd Brooker, 1987:

Der Kanadier Todd Brooker gewinnt 1983 noch die Abfahrt auf der Streif, bevor ihn die Piste vier Jahre später brutal abwirft. Wie eine Puppe wird er nach einem Überschlag den Zielhang hinunter geschleudert. Wegen einer schweren Knieverletzung muss er seine Karriere beenden.

Chad Fleischer, 1995:

Chad Fleischer ist sich nach eigener Aussage ziemlich sicher, das Rennen im Januar in Kitzbühel zu gewinnen. Doch wie so vielen Fahrern wird auch ihm der Zielhang zum Verhängnis. Beim Aufprall wirken solch enorme Kräfte, dass seine Skier zerreißen. 

Patrick Ortlieb, 1999:

Patrick Ortlieb hält sich nach seinem Sturz an der Hausbergkante am 21. Januar den rechten Oberschenkel. Leider bestätigen sich alle Befürchtungen. Bei Ortlieb wird ein Trümmerbruch im rechten Oberschenkel diagnostiziert. Der Olympiasieger muss seine Karriere nach dem Sturz vorzeitig beenden.

Jeff Hume, 2004:

Der Kanadier Jeff Hume hat bei seinem schweren Sturz am 24. Januar Glück im Unglück. Er zieht sich eine Gehirnerschütterung, eine Brustprellung und Schnittwunden zu und bleibt für eine Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus.

Thomas Graggaber, 2005:

Ein Sturz auf der Streif leitet leider das Karriereende des Österreichers Thomas Graggaber ein. Der Aufprall ist so hart, dass ein Serienbruch der Rippen diagnostiziert wird. Außerdem verletzt er sich an der Schulter und Lunge. Graggaber kann die Strecke zwar mit Hilfe des Rennarztes und eines Streckenpostens verlassen, wird aber nie mehr als professioneller Rennfahrer starten.

Patrick Hinterseer, 2008:

Vorläufer Patrick Hinterseer kommt während des ersten Abfahrtstrainings bei einem Sprung massiv in Rücklage. Die Folge: Die Ski wandern immer höher - und am Ende landet Hinterseer auf dem Rücken. Von den Ärzten werden Verletzungen des sechsten und siebenten Brustwirbels diagnostiziert.

Scott Macartney, 2008:

Der US-Amerikaner Scott Macartney gerät während der Landung in arge Rücklage und kann einen Sturz nicht mehr vermeiden. Macartney wird im Universitätsklinikum in Innsbruck in ein künstliches Koma versetzt - und das auch noch an seinem Geburtstag.

Ironie des Schicksals: Die Menge setzt gerade zu einem Geburtstagsständchen an, als Macartney stürzt. Er bleibt bewusstlos auf der Piste liegen. Wo vorher noch 42.000 Zuschauer sangen, ist es nun totenstill. Entwarnung gibt es erst einen Tag später: Macartney erwacht aus dem künstlichen Koma und soll sich als erstes nach seiner Zeit erkundigt haben.

Andreas Buder, 2008:

Mit nur einem Ski landet Andreas Buder während des Trainings auf der Piste. Die Kompression ist selbst für einen Skiprofi zu viel. Er kann dem Druck nicht standhalten und schießt in die Fangzäune. Buder muss mit einem Helikopter in die Klinik geflogen werden. Sein rechter Schienbeinkopf ist gebrochen und zwingt ihn zu einer sechsmonatigen Pause.

Daniel Albrecht, 2009:

Der Horrorsturz von Daniel Albrecht am 22. Januar lässt einem das Blut in den Adern gefrieren. Während des Trainings stürzt der Schweizer nach dem Zielsprung und landet 70 Meter später mit dem Rücken auf der betonharten Piste. Albrechts Ski werden ihm förmlich von den Skischuhen gerissen und zerbrechen in ihre Einzelteile. Es ist einfach unglaublich, welche Kräfte hier wirken. 

Der Schweizer liegt danach drei Wochen im künstlichen Koma. Die Diagnose: Schädel-Hirn-Trauma und eine Lungenquetschung. Albrecht startet nach langer Rehabilitation 22 Monate später sogar wieder bei einem Skirennen.

Hans Grugger, 2011:

Einer der schlimmsten Stürze auf der Streif. Schon kurz nach dem Absprung in die Mausefalle verdreht sich Hans Grugger in der Luft. Grugger knallt wie ein Stein auf die Piste und bleibt nach dem Trainingsunfall bewusstlos auf der Strecke liegen. Er erleidet ein schweres Schädel-Hirn-Trauma.

Marc Gisin, 2015:

Am 23. Januar ereignet sich ein weiterer schwerer Sturz auf der Streif. Wieder ist es die Hausbergkante, die einem Rennfahrer zum Verhängnis wird. Marc Gisin aus der Schweiz kommt nach dem Sprung auf der Piste auf und überschlägt sich mehrfach. Er wird sofort nach Innsbruck geflogen. Dort diagnostizieren die Ärzte ein Schädel-Hirn-Trauma und Brustverletzungen.

Georg Streitberger, 2016:

2016 entwickelt sich zum absoluten Horror-Jahr. Mit am schwersten erwischt es die Österreicher Georg Streitberger und Hannes Reichelt, die beide an der gleichen Stelle in den Fangzaun krachen. Streitberger muss mit dem Helikopter ins Krankenhaus gebracht werden. Diagnose: Kreuzbandriss im rechten Knie, dazu sind auch Seiten- und Innenband gerissen.

Hannes Reichelt, 2016:

Wenig später verliert auch Reichelt die Kontrolle und schlittert über die Piste in den Fangzaun. Nach bangen Augenblicken kommt der zweite Österreicher aus eigener Kraft auf die Beine. Auch für Reichelt geht es mit dem Heli in die Klinik, eine Vorsichtsmaßnahme. Außer Kopfschmerzen hat er keine offensichtlichen Verletzungen davongetragen. Diagnose: Knochenstauchung im linken Knie.

Aksel Lund Svindal, 2016:

Nach Streitberger und Reichelt erwischt es kurze Zeit später auch Aksel Lund Svindal - den 100-Kilo-Mann, der ohne Airbag durch die Luft wirbelt. Streckenposten helfen dem Norweger nach seinem heftigen Crash auf. Der Norweger hebt den Arm und signalisiert den Zuschauern damit, dass es ihm gut geht. Später erhält er dann die Schockdiagnose: Kreuzband- und Meniskusriss im rechten Knie.

Bis heute leidet er unter den Folgen, ein Comeback-Versuch scheitert nach wenigen Rennen. 2019 beendet er seine Karriere.

Otmar Striedinger, 2017:

Schon im ersten Training erwischt es den nächsten Waghalsigen. Otmar Striedinger wird ein Bindungsbruch auf eisigem Untergrund zum Verhängnis. Ein Cut im Oberschenkel und ein Nasenbeinbruch hindern ihn jedoch nicht am Start bei Super-G und Abfahrt.

Florian Scheiber, 2017:

Im Training stürzt der Österreicher Florian Scheiber an der Hausbergkante. Der Tiroler fliegt nach dem Sprung in die Fangnetze. Dabei zieht er sich einen Kreuzbandriss sowie Meniskusrisse im rechten Knie zu.

Johan Clarey, 2018:

Beim Sieg des Deutschen Thomas Dreßen erleben gleich drei Rennteilnehmer dramatische Momente: Der Italiener Christof Innerhofer, der US-Amerikaner Jared Goldberg und der Franzose Johan Clarey stürzen.

Vor allem der Crash von Clarey sieht übel aus: Erst das zweite Fangnetz kann ihn aufhalten, nachdem er am Zielhang die Kontrolle über seine Skier verliert. Schwere Verletzungen erleidet er zum Glück nicht.

Jared Goldberg, 2018:

Goldberg verliert in der Traverse die Bodenhaftung. Auch er fliegt spektakulär ab und hat Glück im Unglück.

Christof Innerhofer, 2018:

An gleicher Stelle erwischt es auch Innerhofer, der sich allerdings abfedern und einen Abflug verhindern kann.

Alex Köll, 2019:

Der Sieg von Dominik Paris wird von einem schweren Sturz überschattet. Alex Köll muss nach seinem Abflug im Zielhang mit dem Hubschrauber abgeholt werden. Der Schwede verliert in einer Rechtskurve die Kontrolle und knallt kurz vor dem berüchtigten Zielsprung der Streif böse auf die eisige Piste.

Zunächst liegt Köll bewegungslos da und lässt etwas ganz Schlimmes befürchten. Bei seinem Abtransport ist er allerdings bei Bewusstsein - er erleidet keine schweren Verletzungen.

NHL: Ottawa verliert ohne Stützle

2021-01-2206:30

Ohne ihren deutschen Shootingstar Tim Stützle haben die Ottawa Senators in der NHL eine Heimniederlage kassiert.

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Die Kanadier mussten sich den Winnipeg Jets mit 1:4 geschlagen geben, dabei gelang Chris Tierney im Schlussdrittel lediglich noch eine Ergebniskosmetik. Stützle musste wegen einer "kleineren Verletzung" auf seinen Einsatz verzichten. Mit nur drei Punkten aus vier Spielen ist Ottawa Division-Schlusslicht.

Rookie Stützle hatte am Samstag in seinem erst zweiten NHL-Einsatz sein erstes Tor erzielt. Er war zuletzt bei der Junioren-WM zum besten Stürmer des Turniers gekürt worden.

Wie einst der deutsche Starspieler Leon Draisaitl wurde er im Draft an Position drei gezogen.

Hammerlos! Zverev und Co. gegen Titelverteidiger gefordert

2021-01-2206:16

Hammerlos für Alexander Zverev und Co.: Das deutsche Tennisteam um seinen Topspieler aus Hamburg trifft in den Gruppenspielen beim ATP Cup in Australien auf Titelverteidiger Serbien mit dem Weltranglistenersten Novak Djokovic sowie wie im Vorjahr auf Kanada mit Topspieler Denis Shapovalov.

Neben Zverev stehen Jan-Lennard Struff und die French-Open-Gewinner Kevin Krawietz/Andreas Mies in der Mannschaft.

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Der mit 7,5 Millionen Dollar dotierte Wettbewerb findet vom 1. bis 5. Februar unmittelbar vor den Australian Open statt. Die Serben hatten im Vorjahr das Finale gegen Spanien mit Rafael Nadal 2:1 gewonnen. Beim Event mit nur noch zwölf Teams sind 14 der besten 15 aus der Weltrangliste vertreten, lediglich Grand-Slam-Rekordsieger Roger Federer fehlt.

Gastgeber Australien ist dank einer Wildcard dabei. Es werden vier Dreiergruppen gebildet. Die Sieger ziehen ins Halbfinale ein. Im vergangenen Jahr war das deutsche Team mit nur einem Sieg gegen Griechenland in der Gruppenphase gescheitert.

Die Auslosung für den ATP Cup:

Gruppe A: Serbien/TV, Deutschland, Kanada

Gruppe B: Spanien, Griechenland, Australien

Gruppe C: Österreich, Italien, Frankreich

Gruppe D: Russland, Argentinien, Japan

Saisonbestleistung! LeBron siegt im Gigantenduell

2021-01-2205:43

Große Freude bei den Los Angeles Lakers.

Nach der Pleite zuletzt gegen die Golden State Warriors hat das Team von Head Coach Frank Vogel in die Erfolgsspur zurückgefunden und die Milwaukee Bucks mit 113:106 geschlagen. Im Gigantenduell zwischen LeBron James und MVP Giannis Antetokounmpo ging King James als Sieger hervor.

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Und der 36-Jährige bot dabei eine beeindruckende Leistung. 34 Punkte legte James beim Auswärtsspiel in Milwaukee auf das Parkett, die meisten aller Akteure auf dem Feld. Mit sechs getroffenen Dreiern zeigte er sich auch aus der Distanz treffsicher und bot dabei seine beste Saisonleistung.

Überboten wurde er dabei nur von Teamkollege Kentavious Caldwell-Pope, der sogar sieben Dreier im Korb versenkte und mit 23 Zählern die zweitbeste Punkteausbeute aller Lakers-Profis vorzuweisen hatte.

Superstar Anthony Davis zeigte mit 18 Punkten ebenfalls eine gute Vorstellung, Dennis Schröder konnte dagegen nicht glänzen. Der Deutsche stand zwar als Mitglied der Starting Five 33 Minuten auf dem Parkett, mit vier Punkten, einem Rebound und einem Assist erwischte er jedoch nicht seinen besten Tag.

Antetokounmpo mit vielen Turnover

Bei den Bucks war erneut Greek Freak Antetokounmpo mit einem Double-Double aus 25 Zählern und zwölf Rebounds bester Werfer. Auch Jrue Holiday (22 Punkte) und Khris Middleton (20 Punkte) konnten in Sachen Treffsicherheit überzeugen. (NBA-Saison 2020/21: Alle Spiele und Ergebnisse)

Zu Beginn der Partie sah es dabei nicht danach aus, als ob es für die Lakers ein gutes Spiel werden würde. Der griechische MVP dominierte zunächst offensiv und räumte auch LeBron defensiv ab. Die Lakers blieben zwar dank guter Dreier-Schützen dran, waren mit einem Rückstand von vier Punkten nach dem ersten Viertel aber gut bedient. 

Doch mit der Zeit wendete sich das Blatt. Die Lakers kamen immer besser ins Spiel und profitierten von diversen Ballverlusten der Gastgeber. So leistete sich alleine der Greek Freak neun Turnover. Und weil es auch aus der Distanz nicht so recht klappen wollte, reichte es am Ende für Milwaukee nicht zum Sieg.

L.A. ist mit dem Erfolg auswärts weiterhin ungeschlagen und liegt mit zwölf Siegen und vier Niederlagen auf Rang eins der Western Conference. Die Bucks rangieren mit einer Bilanz von 9:6 im Osten auf Platz drei. (NBA-Tabellen)

Warriors unterliegen Knicks

Eine Pleite setzte es derweil für die Golden State Warriors. Obwohl Superstar Steph Curry mit 30 Punkten gut aufgelegt war, reichte es im Spiel gegen die New York Knicks nicht zu Sieg. Am Ende stand eine 104:119-Niederlage auf der Anzeigentafel. 

Neben Curry brachte dabei kein Akteur des früheren Serienmeisters eine wirklich gute Leistung. Mit 17 Zählern war Andrew Wiggins zweitbester Werfer. Bei den Knicks überzeugte RJ Barrett mit 28 Zählern.

Gespielt haben in der Nacht auch die New Orleans Pelicans. Gegen die Utah Jazz setzte es eine 118:129-Pleite. Supertalent Zion Williamson war mit 27 Punkten der Topscorer der Pelicans, bei den Jazz brillierte Donovan Mitchell mit starken 36 Punkten.

Wo der Haching-Chef in der 3. Liga Nachholbedarf sieht

2021-01-2205:22

Präsident Manfred Schwabl von der SpVgg Unterhaching sieht in der 3. Liga wirtschaftlich weiter großen Nachholbedarf.

"Die sportliche Entwicklung ist brutal nach oben gegangen. Die Liga ist so geil sportlich, aber man muss auch wirtschaftlich überleben. An den Brennpunkt müssen wir gnadenlos ran", forderte der 54-Jährige während der virtuellen Medienrunde des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). 

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Der Spielbetrieb in der 3. Liga war in den vergangenen Jahren oft nicht wirklich wirtschaftlich, in der Saison 2019/20 gab es mit einem durchschnittlichen Fehlbetrag von 1,61 Millionen Euro pro Verein ein Rekordminus. Im Moment mache es deshalb den Eindruck, als wolle "jeder möglichst schnell wieder raus aus der Liga und das ist schade", sagte Schwabl.

Als Mitglied der Task Force "Wirtschaftliche Stabilität 3. Liga" arbeitet der Oberbayer an möglichen Lösungen für diese Problematik selbst mit. "Ich bin sehr, sehr positiv eingestellt, dass wir nicht lang warten müssen, bis dort erste Ergebnisse kommen", sagte Schwabl: "Ich habe einen guten Eindruck von den ersten Sitzungen. Jeder kämpft um die 3. Liga."

Und die Coronakrise habe auch nochmal gewisse Missstände "an die Oberfläche" gebracht, "wo wir Vereine angehalten sind, über ein paar Dinge nachzudenken", so Schwabl. Insbesondere müsse sich jeder an die eigene Nase fassen, "ob die Personalkosten nicht etwas zu hoch sind" und man nicht lieber verstärkt auf den eigenen Nachwuchs setzen sollte.

Trotz teilweisen Gehaltsverzichts oder Kurzarbeit waren die Personalkosten für den Spielbetrieb 2019/20 so hoch wie nie zuvor.